Seminare für Kamera und Sendetechnik
Zweitägige Expertenseminare bei BET in Hamburg. Beim einen stehe ich als Medieningenieur im Programm, beim anderen als Kameramann – was die beiden Enden, an denen ich arbeite, ganz gut beschreibt.
Ich unterrichte in diesem Feld seit 2009 – zuerst direkt für den NDR, mit Seminaren rund um Broadcast-Kameras, und seit 2011 als Teil des BET-Teams.
Umstieg auf 1080p/50 in der Produktion ↗
Gemeinsam mit Michael Mücher, für Support, Systemplanung und Supervision: die unbequemen Teile eines Formatwechsels, nicht die Prospektfassung. Qualität von De- und Reinterlacing, Halbbilddominanz, welche vorhandenen Kabelwege ein 3G-SDI-Signal noch tragen und wie man das misst, Synchronisation, XAVC-L gegen XAVC-I, MXF-Varianten, Playout und Archiv, Metadaten – und in welcher Reihenfolge ein Haus überhaupt umstellen sollte. Maximal zwölf Personen.
4K, Log und HDR für Kamerarecorder ↗
Für erfahrene Kameraleute: präzise mit logarithmischen Kennlinien wie S-Log3 arbeiten, für HDR und SDR. Wir nehmen eine Szene mit den verschiedenen Techniken auf und bearbeiten sie sofort, damit sich HDR- und SDR-Ergebnisse direkt vergleichen lassen. Belichtung, die die Farbkorrektur übersteht, LUTs gegen Grading am Set, und was auf welchem Distributionsweg beim Zuschauer wirklich ankommt. Maximal zehn Personen, die eigene Kamera darf mit.
File-Technologie UHD / HDR ↗
Gemeinsam mit Michael Mücher, für File-Technik, Material-Management, Data Wrangling und Schnitt: zwei Tage durch den Formate-Dschungel. Container und Codecs, was ein MXF trägt und ein MOV nicht, wie HDR und WCG die Pegel im File verschieben, welche Metadaten dazukommen und wie man sie prüft, warum eine Datenrate nichts über Bildqualität sagt – und was zu tun ist, wenn ein File einfach nicht läuft. Die Analyse-Software, mit der wir arbeiten, stammt von Bernhard Schuur, der an der Standardisierung von MPEG-4 AVC mitgewirkt hat. Maximal zwölf Personen, mit einem 120-seitigen Handbuch zum Mitnehmen.
2/3-Zoll-Kamerarecorder ↗
Gemeinsam mit Michael Mücher, für erfahrene Aufnahmeteams an 2/3-Zoll-Recordern von Sony. Von achthundert Menüpunkten sind zwanzig gestaltungsrelevant – welche das sind und wie man sie erreicht, während die Uhr läuft. Wie elf Blenden überhaupt möglich werden, wie man eine Person schon in der Kamera vom Hintergrund trennt statt später, warum zwei baugleiche Kameras verschiedene Bilder liefern, und was ein UHD-Zoom für seinen Preis wirklich leistet. Ein Gegenlicht-Interview stellen wir mit einer Statistin nach und vergleichen die Hersteller-Settings mit denen, die wir selbst entwickelt haben – und die inzwischen in etlichen Produktionshäusern etabliert sind. Maximal zwölf Personen, eigene Kamera willkommen.
Einsatz von Kameradrohnen ↗
Ein Tag, und als einziges dieser Seminare nicht an Technik, sondern an die Produktionsleitung gerichtet: welche Drohne für welchen Einsatz, was das kostet, ein Operator oder zwei, welche Genehmigungen und Versicherungen wirklich nötig sind, wo gar nicht geflogen werden darf – und woran man ein seriöses Angebot erkennt.
Alle fünf gibt es auch als Inhouse-Seminar, und die Fragen aus der eigenen Infrastruktur gehören zum Programm.
Die andere Seite des Bildschirms – derselbe Mensch, das andere Ende der Kette.