International Stories
Das Projekt begleitet die internationale Arbeit der Earthworm Foundation fotografisch und filmisch. Den Auftakt bilden Produktionen in Schweden, Côte d’Ivoire und Malaysia – drei sehr unterschiedliche Regionen mit eigenen Landschaften, natürlichen Ressourcen, wirtschaftlichen Strukturen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
Im Mittelpunkt stehen die Menschen, Landschaften und Projekte vor Ort. Ziel ist es, nicht nur einzelne Maßnahmen zu dokumentieren, sondern die größeren Zusammenhänge zwischen Menschen, Natur, natürlichen Ressourcen und deren verantwortungsvoller Nutzung sichtbar zu machen.
Unscripted. Natural. Documentary.
Meine Arbeit vor Ort folgt dabei einem einfachen Prinzip: Ich bin nicht da, um eine Situation zu verändern. Ich bin da, um sie zu erzählen.
Es gibt kein Drehbuch dafür, wie sich ein Mensch vor meiner Kamera verhalten soll. Wenn jemand in die Kamera schaut und lacht, weil er lachen möchte, dann ist genau das der Moment. Wenn jemand weint, dann weint er. Wenn sich jemand vor der Kamera versteckt, dann darf auch das Teil der Geschichte sein.
Ich möchte Menschen nicht für ein Bild inszenieren oder ihnen sagen, welche Emotion zu einer Geschichte passt. Ich beobachte, begleite und versuche, nah genug zu sein, wenn etwas passiert – ohne selbst der Grund dafür zu werden, dass es passiert.
Dadurch entstehen Bilder, die nicht immer perfekt kontrollierbar sind und es auch nicht sein sollen. Echte Gesten, Blicke, Unsicherheit, Freude, Arbeit, Alltag, Nähe und Distanz gehören gleichermaßen dazu. Nicht jeder Moment muss spektakulär sein. Manchmal erzählt eine kleine Bewegung oder ein kurzer Blick mehr über einen Menschen und seine Situation als jede inszenierte Szene.
Diese dokumentarische Haltung prägt auch die visuelle Umsetzung des gesamten Projekts. Portraits, beobachtende Situationen, Arbeitsprozesse, Landschaften, Details, Interviews, filmische Sequenzen und Luftaufnahmen verbinden sich zu einem Gesamtbild des jeweiligen Ortes. Die Landschaft ist dabei nicht nur Kulisse, sondern Teil der Geschichte: Sie schafft Kontext und zeigt die Umgebung, in der Menschen leben, arbeiten und mit natürlichen Ressourcen umgehen.
Visuell bewegt sich das Projekt zwischen Dokumentarfotografie und hochwertigem editorialem Storytelling. Die fotografische und filmische Qualität ist bewusst hoch, die Situationen selbst bleiben jedoch natürlich. Licht, Komposition und Perspektive helfen mir dabei, eine Geschichte zu erzählen – sie sollen sie nicht verändern.
So entstehen sowohl Fotografien als auch Film- und Videomaterial, ergänzt durch Luftaufnahmen, sofern diese vor Ort möglich und sinnvoll sind. Neben den beobachtenden Momenten können Interviews und persönliche Begegnungen zusätzliche Ebenen der Geschichten eröffnen. Das Material kann über unterschiedliche Formate hinweg eingesetzt werden – von Website und Social Media über Projektkommunikation und Präsentationen bis zu redaktionellen Veröffentlichungen und übergreifenden Filmen.
Die Produktionen in Schweden, Côte d’Ivoire und Malaysia sind dabei keine drei voneinander getrennten Projekte. Sie bilden die ersten Kapitel einer wachsenden internationalen Serie. Unterschiedliche Landschaften, Kulturen, Menschen und Herausforderungen – verbunden durch eine gemeinsame fotografische und filmische Haltung.
Für mich ist die Zusammenarbeit mit Earthworm deshalb als langfristiges internationales Foto- und Filmprojekt angelegt. Mit jeder weiteren Produktion kommen neue Orte, Menschen, Themen und Perspektiven hinzu.
Schweden. Côte d’Ivoire. Malaysia. And this is only the beginning.
Weitere Orte und Geschichten werden folgen. Stay tuned.